RisikoManager


Gefährdungen erkennen, Risiken beurteilen, Maßnahmen festlegen und deren Umsetzungen überwachen, sind Aufgaben, die Sie mit dem RisikoManager erledigt sollten. Dank unseres Richtlinien-Assistenten erkennen Sie mögliche Gefahren und sehen z.B. die notwendigen Maßnahmen die unser Gesetzgeber vorschreibt bzw. empfiehlt. Bei Maßnahmen, die noch nicht umgesetzt wurden, für die Handlungsbedarf besteht, wird die Umsetzung geplant (Sie sagen wer, was, bis wann, zu erledigen hat) und der RisikoManager überwacht und dokumentiert die Umsetzung.

In Kombination unserer ChemikalienVerwaltung oder dem ChemWeb kann die chemische und optional auch die biologische Gefährdung automatisch ausgelesen und bestimmt werden. Der RisikoManager „weiß“ automatisch wie gefährlich eine Chemikalie ist und kann z.B. auf Knopfdruck den Umgang mit krebserzeugenden (CMR) Stoffen dokumentieren (für diese Dokumentation besteht eine 40jährige Aufbewahrungspflicht).

7 Schritte zur perfekten Gefährdungsbeurteilung:

Schritt 1: Gefahrenquellen erfassen


Erfassen Sie die Arbeitsbereiche, die Tätigkeiten und wichtige Arbeitsmittel die bei Ihnen vorhanden sind, bzw. die bei Ihnen verwendet werden.

Schritt 2: Gefahren erkennen


Welche Gefahren bestehen an einem Arbeitsplatz oder bei den Tätigkeiten bzw. beim Verwenden von Arbeitsmitteln (Anlagen und Maschinen). Unser Richtlinien-Assistent „sagt“ Ihnen welche Gefahren bestehen, bzw. welche Kriterien erfüllt sein müssen und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Im Richtlinien-Assistenten können sowohl gesetzliche Richtlinien, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz oder die Gefahrstoffverordnung mit den entsprechenden Vorgaben, als auch firmeninterne Richtlinien wie Handschuhpläne oder Qualitätsrichtlinien hinterlegt werden.
Der RisikoManager bietet 4 Möglichkeiten die Gefahren und die zugehörigen Maßnahmen zu erfassen:

  • Gefahren und Maßnahmen direkt beschreiben / erfassen
    Betrachten Sie jeden Arbeitsplatz, jede Tätigkeit oder jedes Arbeitsmittel und beschreiben oder benennen Sie die möglichen Gefahren.
  • Checkliste verwenden
    Prüfen Sie anhand von Checklisten, welche Gefahren normalerweise von bestimmten Tätigkeiten oder Arbeitsmitteln ausgehen, ob diese Gefahren bei Ihnen bestehen.
    In den Stammdaten können beliebig viele Checklisten hinterlegt werden, die einer oder mehreren Gefahrenquellen zugeordnet werden können. Die Checklisten werden individuell für jede Gefahrenquelle abgearbeitet.
  • Betriebsanweisungen nutzen
    Verknüpfen Sie Betriebsanweisungen um die Gefahren und die notwendigen Maßnahmen zu beschreiben.
    Die Betriebsanweisungen werden aus dem BA-Writer übernommen oder, falls fertige Betriebsanweisungen vorliegen, als PDF-Dokument angebunden.
  • Richtlinien-Assistenten nutzen
    Wählen Sie die Richtlinie/n aus, die für den Arbeitsplatz, wie z.B. Büro oder Labor, gelten und der RisikoManager ordnet alle mit dieser Richtlinie verknüpften Gefahren und Maßnahmen dem Arbeitsplatz bzw. der Tätigkeit zu.
    In den Stammdaten können beliebig viele Richtlinien, sowohl gesetzlich als auch firmenintern, hinterlegt werden. Jede Richtlinie kann beliebig  viele Gefahren (Kriterien) und Maßnahmen enthalten.

Schritt 3: Gefährdung / Risiko bewerten


Damit Sie sich nicht in Nebensächlichkeiten verzetteln, sollten Sie die möglichen Gefährdungen bewerten. Der RisikoManager unterstützt Sie mit der integrierten Risikomatrix, die mögliche Gefährdungen, das Risiko, zu bewerten.
Das Risiko ergibt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit, in Kombination mit dem möglichen Ausmaß des Schadens.

Schritt 4: Maßnahmen festlegen / Handlungsbedarf festlegen


Arbeitsbereich-Bewertung vom RisikoManager
Abb. RisikoManager

Prüfen Sie, ob Sie die erkannten Gefahren „im Griff haben“, oder ob Sie z.B. durch neue Techniken oder zusätzliche Schutzeinrichtungen die Gefährdungen verringern können.

Maßnahmen festlegen
Benennen/beschreiben Sie die Maßnahmen, welche die Gefährdungen reduzieren oder beseitigen.

Handlungsbedarf erfassen, Durchführung planen und Termin festlegen
Planen Sie nun die Umsetzung der Maßnahmen, indem Sie festlegen, wer oder welche Abteilung bis wann, welche Handlungen durchführen soll.

Schritt 5: Maßnahmen mit Handlungsbedarf bearbeiten


Anhand von Übersichtslisten wird die Umsetzung der Maßnahmen geplant und überwacht. Jeder sieht selektiv die Aufgaben/Maßnahmen die er/sie erledigen soll. Der Zugang wird über spezielle Zugangsrechte geregelt. Wurde die Maßnahme umgesetzt, wird sie abgehackt und zur Überprüfung gegeben.

Schritt 6: Wirksamkeit der Maßnahmen prüfen


Sobald die Maßnahmen erledigt wurden, sollte eine zusätzliche Überprüfung stattfinden. Der/die Prüfende/n prüfen, ob die Maßnahmen die gewünschte Gefährdungsverringerung bringen.

Sind Sie mit der Umsetzung zufrieden wird die Maßnahme als „erledigt“ markiert. Müssen Nachbesserungen vorgenommen werden, wird die Maßnahme wieder zu Schritt 4 oder 5 zurückgegeben.

Hinweis: Auch der Zugang zu der Maßnahmen-Prüfung wird über spezielle Zugangsrechte geregelt.

Schritt 7: Gefährdungsbeurteilung fortschreiben


Eine Gefährungsbeurteilung ist keine einmalige Aktion, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Sie sollten regelmäßig prüfen, ob Sie neue Gefahren erkennen und ob die bestehenden Maßnahmen ausreichen (noch zeitgemäß sind) oder ob sie verbessert werden sollten.

 

Arbeitshilfen für spezielle Gefährdungsbeurteilungen


Chemische Gefährdung

Bild zeigt Fenster in dem Arbeitsbereiche chemischen Gefährdungen zugeordnet werden kann
Abb. Arbeitsbereich Zuordnung und Bewertung

Der Umgang mit Chemikalien und Stoffen birgt Gefahren, die nicht sofort in Erscheinung treten und die besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordern.

Der RisikoManager hilft Ihnen, diese Gefahren schnell und einfach zu erkennen. Basierend auf den Gefahrenmerkmalen der Stoffe, kann die Gefährdung für jeden Arbeitsplatz und für jede Tätigkeit automatisch „berechnet“ werden – Sie müssen lediglich angeben, wie lange Sie wo bzw. bei welcher Tätigkeit, mit welchen Stoffen arbeiten.

Hinweis: Die Daten werden automatisch mit den Daten unserer Gefahrstoffverwaltungssoftware ( ChemikalienVerwaltung , ChemWeb) Synchronisiert bzw. übernommen.

Biologische Gefährdung

Ähnlich wie bei der chemischen Gefährdungsbeurteilung erfordert die Bewertung der biologischen Gefährdung besondere Sach- und Fachkenntnisse. Spezielle Auswerteroutinen unterstützen Sie bei der Bewertung der biologischen Gefährdung entsprechend der Biostoffverordnung.

 

Zusätzliche Arbeitshilfen


Arbeitsplatzgrenzwerte überwachen

Ein Knopfdruck und der RisikoManager „sagt“ Ihnen, welche Stoffe mit einem Arbeitsplatzgrenzwert bei Ihnen eingesetzt werden. In einem speziellen Erfassungsbogen dokumentieren Sie, wann Sie welche Parameter überwacht haben oder ob Sie erheblich unter den Akzeptanz- bzw. Toleranzwerten liegen.

Gefährdungspotential vergleichen / Ersatzstoffe suchen

zeigt Fenster, in dem Gefährdungspotentiale von zwei Stoffen verglichen werden
Abb. Gefährdungspotential vergleichen

Um die Gefährlichkeit von Stoffen vergleichen zu können, haben wir die wichtigsten Gefährdungsarten faktorisiert (die Faktoren können geändert werden).

Die akute Gesundheitsgefahr, die chronische Gesundheitsgefahr, die Umweltgefährdung und die Brand- und Explosionsgefahr werden automatisch bewertet und zu einer „Gesamtgefahr“, der Gefährlichkeit, zusammengefasst. Der Stoff mit der geringeren Gefährdung wird automatisch markiert (grün umrandet).

Da nur die Gefährlichkeit verglichen wird und nicht die Einsatzmöglichkeit, bleibt die Entscheidung, ob der ungefährlichere Stoff als Ersatzstoff verwendet werden kann, beim Anwender.

Übergeordnete Gefahren / Sicherheitsvorkehrungen verwalten

Mit zunehmender Größe der Firma werden mehrere Abteilungen ähnliche Arbeiten und Tätigkeiten durchführen und die gleichen Arbeitsmittel einsetzen.

Damit nicht jede Abteilung die Gefahren und Maßnahmen neu erfassen und beschreiben muss, können übergeordnete Maßnahmen (Firmenrichtlinien) festgelegt werden. Diese allgemeingültigen Handlungsvorgaben können beliebig vielen Arbeitsplätzen/Tätigkeiten zugeordnet werden. Sie werden automatisch mit den bereits bestehenden Gefahren/Maßnahmen zusammengeführt, bearbeitet und verwaltet.

 


Weitere Informationen zum Produkt erhalten Sie in der entsprechenden Produktinformation unter Downloads. Sie können uns außerdem über das Kontaktformular erreichen. Dort können Sie unverbindlich die Informationen zu Preisen anfragen und kostenloses Demomaterial anfordern.